Zeitrechnung – Warum hat das Jahr 52 Wochen?

Die Zeitrechnung ist jedem vertraut, aber auf den zweiten Blick erstmal etwas komisch. Warum hat eine Minute 60 Sekunden und eiZeitrechnung: Wie viele Minuten hat eine Stundene Stunde 60 Minuten. Warum sind es nicht 100 Minuten, wie bei allen anderen Größen (kg, Meter, usw.)? Warum hat ausgerechnet das Jahr 52 Wochen. Wie man sieht stellen sich beim zweiten Blick auf die Zeitrechnung viele Fragen. In diesem Artikel wollen wir erklären, warum man mit der Zeit genau so rechnet wie wir es machen und warum es keinen Sinn macht mit 100 Minuten oder 100 Wochen zu rechnen. Eine letzte Zahl, die noch fehlt, ist die 24. Ein Tag hat 24 Stunden. Doch das waren jetzt genug Zahlen auf einmal. Wir wollen die Fragen über die Zeitrechnung der Reihe nach beantworten.

Wie viele Wochen hat ein Jahr?

Dies ist eine Frage, die man gar nicht genau beantworten kann. Ein Jahr hat nämlich nicht immer gleich viele Wochen. Dies hängt natürlich zum einen davon ab, ob wir ein Schaltjahr haben. Zum anderen ist es auch entscheidend, wann die Woche am 1. Januar beginnt. Daher kann ein Jahr in Deutschland 52 oder 53 Wochen haben.

Wie so vieles in Deutschland, sind auch die Kalenderwochen nach einer ISO-Norm festgelegt (ISO-8601). Es ist auch wichtig, dass dies einheitlich geregelt ist. Die meisten Firmen arbeiten nach Kalenderwochen (Abkürzung KW) und auch Termine werden danach gegeben. Es ist festgelegt, dass die erste Woche im Jahr mindestens 4 Tage enthalten muss. Daher ist es möglich, dass der 31. Dezember schon in der ersten Woche des neuen Jahres liegt, wenn man nach Kalenderwochen rechnet.

Der erste Tag der Woche ist bei uns immer der Montag und der letzte Tag ist der Sonntag. In anderen Ländern gelten andere Regeln.

Die Regelung in den USA

In den USA gibt es immer 53 Wochen, in Schaltjahren sind sogar 54 Wochen pro Jahr möglich. Das liegt daran, dass es dort die Möglichkeit gibt, dass Wochen weniger als 7 Tage enthalten. Am 1. Januar beginnt in den USA immer die erste Woche. Dort ist auch Samstag der letzte Tag und Sonntag der erste Tag der Woche. Dadurch, dass die erste Woche immer am 1. Januar beginnt, ragen dort alte Woche auch nie in das neue Kalenderjahr hinein. Somit gibt es eben Wochen, die weniger als 7 Tage enthalten. Somit kann ein Jahr auch mehr als 53 Wochen haben.

Wie man sieht, lässt sich also die Frage, wie viele Wochen ein Jahr hat, nicht eindeutig beantworten. Die Länder haben eigene Regeln.

Warum hat das Jahr 52 Wochen?

Wie viele Wochen hat das JahrDie Frage nach dem Warum haben wir jetzt noch nicht geklärt. Wir haben nur gesehen, dass die Regelungen in den Ländern etwas anders sind. Gibt man eine oberflächliche Erklärung ist diese sehr einfach. Ein Jahr hat 365 Tage und eine Woche hat 7 Tage. Daher ist es logisch, dass 365:7 ca. 52 Wochen ergibt. Um einiges schwerer ist es, warum eine Woche gerade 7 Tage und ein Jahr 365 Tage hat. Man kann sich aber auf die Frage stellen, warum hat ein Tag wieder 24 Stunden und die Stunde wieder 60 Minuten. Diese Fragen sind sehr interessant und wollen wir im Folgenden beantworten. Natürlich hat dies etwas mit der Umlaufzeit der Erde um die Sonne zu tun. Dennoch wäre sicherlich auch eine andere Definition möglich gewesen.

Warum hat ein Jahr 365 Tage?

Genaugenommen ist das gar nicht richtig, denn das Jahr hat 365,25 Tage. Dies ist auch der Grund warum wir alle 4 Jahre ein Schaltjahr haben (ein zusätzlicher Tag am 29. Februar). Doch woher weiß man, dass es 365,25 Tage sind. Schon vor einigen Jahrtausenden hat man beobachtet, dass sich gewisse Dinge periodisch wiederholen. Durch astronomische Beobachtungen konnte man feststellen, dass der Sonnenstand sich täglich ein wenig ändert. Gleichzeitig gibt es aber nach einer längeren Zeit wieder den genau gleichen Sonnenstand. So hat man nämlich zum Beispiel den astronomischen Frühlingsanfang definiert, dort steht die sonne genau senkrecht über dem Erdäquator.

Durch diese astronomischen Beobachtungen konnte man feststellen, dass sie die Sonnenstände immer alle 365 Tage wiederholen. Heutzutage weiß man, dass die Zeit ist, die die Erde für eine Umkreisung der Sonne braucht. Dies hat man dann als 1 Jahr definiert. Schon die Ägypter haben dies erstaunlich genau messen können und sind ebenfalls auf 365,25 Tage gekommen.

Warum gibt es Schaltsekunden?

Manchmal hat man vielleicht schon was von einer Schaltsekunde gehört. Diese wird immer am Jahreswechsel gemacht, falls es notwendig ist. Die Erde rotiert eben nicht immer so ganz exakt um die Sonne, sodass es manchmal nötig ist eine Schaltsekunde einzulegen. Wir spüren im Alltag von der Sekunde nichts, aber extrem genau arbeitende Atomuhren stellen die Ungenauigkeit fest. Wir passen unsere Uhren also der Umlaufdauer der Erde an.

Warum hat ein Tag 24 Stunden und eine Stunde 60 Minuten?

Warum gilt bei der Stunden-, Minuten- und Sekundenzählung nicht das Dezimalsystem? Warum sind nicht 100 Minuten eine Stunde? Man kann ganz klar sagen, auch das würde funktionieren. Doch es hat sich historisch eben anders entwickelt. Das „60iger-System“ geht auf die Babylonier zurück. Damals hatte die Zahl 12 eine religiöse Bedeutung. 60 ist ein Vielfaches von 12 (5 mal 12). Dadurch hatten die Babylonier die Stunde auf 60 Minuten aufgeteilt.

Eine weitere Theorie, dass es was mit den Mondphasen zu tun hat. Den Mond hat man schon vor langer Zeit beobachtet und festgestellt, dass die Mondphasen und die Jahreszeiten in zwölf gleichlange Abschnitte einteilen kann. Nach 12 Monaten wiederholt sich alles. Auch Tag und Nacht konnte man in je 12 Stunden unterteilen.

Die Minuten und Sekunden hatten zu der Zeit der Babylonier noch keine Bedeutung. Auch in der römischen Zeit war dies noch nicht interessant. Dies kam erst im 17. Jahrhundert, als man in der Lage war relativ genaue Pendeluhren zu bauen. Auch hier nutzte man dann das „60iger-System“ und das „12/24-System“.

Wie wir sicher alle festgestellt haben, passt die Einteilung für uns auch sehr gut. Manchmal ist es in Mathe ärgerlich, dass man nicht mit 100 Minuten rechnen kann, aber im Alltag kommen wir sehr gut mit dem „60-iger System“ zurecht.