Wie wachsen Pflanzen schneller?

Pflanzen wachsen mit organischem minearlischem Dünger schnellerKauft man sich eine neue Pflanze, so möchte man auch, dass diese gut gedeiht und schnell wächst. Doch was begünstigt das Wachstum von Pflanzen? Es muss doch mehr Möglichkeiten als nur der chemische Dünger geben. Eines sei schon vorweggesagt, ein liebevoller Umgang mit den Pflanzen beeinflusst ihr Wachsverhalten stark. Dazu zählt unter anderem den richtigen Standort auszuwählen, die Pflanzen regelmäßig zu gießen und sie mit den benötigten Nährstoffen zu versorgen. Sogar klassische Musik soll helfen, damit die Pflanzen besser wachsen. Doch dazu später mehr.

Richtigen Standort wählen

Den perfekten Standort für alle Pflanzen gibt es nicht, da jede Pflanze individuelle Anforderungen hat. In der freien Wildbahn findet man Pflanzen nur an den Stellen, an denen sie gute Bedingungen zum Gedeihen vorfinden. Bevor man also wild irgendwelche Pflanzen im Baumarkt oder Fachgeschäft kauft, sollte man sich überlegen, welche Bedingungen herrschen im eigenen Garten oder auf dem eigenen Balkon. Wichtige Faktoren die bedacht werden müssen:

  • Wasser: Wie viel Wasser steht zur Verfügung und wie viel braucht die Pflanze. Pflanzen können verdursten oder auch ertränkt werden
  • Nährstoffe/Boden: Wie ist der Boden zusammengesetzt, z.B. das Verhältnis von Sand, Ton und Tuff.
  • Sonnenlicht: Wie viel Sonne bekommt die Pflanze ab? Fast jede Pflanze braucht Sonnenlicht um zu überleben. Sie setzt über die Photosynthese das Sonnenlicht in Nahrungsenergie um. Aber nicht jede Pflanze verträgt gleich viel Sonnenlicht. Bei zu viel Sonne können manche Pflanzen auch verbrennen.

Genügend Nährstoffe bereitstellen

Alle Pflanzen beziehen ihre Nährstoffe überwiegen aus dem Boden. Die Nährstoffe können durch natürliche Abbauprodukte entstehen oder auch künstlich über Dünger hinzugegeben werden. Zu den wichtigsten Elementen, die die Pflanzen brauchen zählen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel und Phosphor.

Anders wie im Wald, der durch das anfallende organische Material (Äste, Blätter Nadeln, …) sich „selbst düngen“ düngen kann, muss man im Garten ein wenig nachhelfen. Im Prinzip gibt es zwei verschiedene Kategorien von Düngern, nämlich der organische Dünger und der mineralische Dünger.

  • Organische Dünger = natürlich gewachsener Dünger

Zu den bekanntesten organischen Düngern zählt der Kompost und Mist. Dieser Dünger kann nicht sofort wirken, weil die Nährstoffe erst durch Bodenlebewesen, sogenannte Mikroorganismen zersetzt werden müssen. Erst dann sind die Nährstoffe verfügbar. Dies bedeutet, dass sich organischer Dünger nicht eignet um schnell einen Nährstoffmangel auszugleichen. Er ist allerdings sehr gut um die Bodenqualität nachhaltig zu verbessern, sodass in Zukunft kein anderer Dünger mehr notwendig ist.



Hat man zuhause kein Kompost oder Mist, so kann man im Handel auch organischen Dünger kaufen.  Die bekanntesten Formen von organischem Dünger sind Hornspäne, getrockneter Rinderdung oder Knochenmehl.

  • Mineralische Dünger = industriell hergestellter, künstlicher Dünger

Vom Mineraldünger kommt auch der Name Kunstdünger. Dieser Dünger wird künstlich herstellt und enthält die Nährstoffe in Form von Salzen. Diese lösen sich bei Kontakt mit dem Wasser sehr schnell und können so von den Pflanzen aufgenommen werden. Dieser Dünger wirkt sehr schnell, aber eben auch bei weitem nicht so nachhaltig wie der organische Dünger. Schnell ist der Boden auch überdüngt und die Reste gelangen in das Grundwasser. Dies kann auch beim organischen Dünger passieren aber nicht so schnell. Die Gefahr von Überdüngung ist beim mineralischen Dünger deutlich größer.

Wie Musik das Pflanzenwachstum beeinflusst

Ist man begeisterter Gärtner so schenkt man seinen Pflanzen gerne sehr viel Aufmerksamkeit. Man spricht mit ihnen oder lässt sogar Musik laufen. Vor allem der klassischen Musik von Beethoven und Mozart wird in vielen Bereichen eine wundersame Wirkung nachgesagt. Zum Beispiel soll die klassische Musik auch für die Entwicklung von ungeborenen Babys im Mutterleib gut sein. Warum dann auch nicht für Pflanzen.

In Florenz hat ein Winzer mit klassischer Musik von Mozart herumexperimentiert. Er lässt seit einigen Jahren einen Teil seiner Reben mit klassischer Musik beschallen und das Ergebnis überrascht. Die Weinreben, die mit Musik beschallt wurden sind größer und tragen mehr Trauben, als die Pflanzen die keine Musik „gehört“ haben.

Auch wenn Pflanzen keine Ohren um zu hören haben, so haben die Schallwellen eine Wirkung. Schallwellen sind im Prinzip nichts anderes als Druckwellen. Diese lösen kleinste Vibrationen bei den Pflanzen aus und diese scheinen ihnen gut zu tun, sodass sie schneller wachsen.