Warum wächst der Bart bei Männern?

Warum wächst Männern ein BartManche finden ihn sexy, andere wiederum finden das er in die Geschichtsbücher gehört und beim küssen nur unnötig stört – die Rede ist vom Männerbart, doch warum wächst Männern überhaupt ein Bart? Mit der Pubertät fängt der männliche Körper an sich stark zu verändern. Neben der tieferen Stimme und der fortschreitenden Entwicklung in der Muskulatur, nimmt auch die Körperbehaarung deutlich zu. Mitunter fängt auch der Bart in der Regel an langsam zu wachsen, der nur einen Teil der menschlichen Behaarung ausmacht. Ab diesem Zeitpunkt stellen sich viele Männer der Herausforderung zur Bartpflege. Doch warum ist das so? Warum wächst bei den meisten Männern ein deutlich sichtbarer Bart und bei den Frauen nicht? Und warum haben einige Männer einen stark ausgeprägten Bartwuchs und andere wiederum nur einen mäßigen bzw. keinen Bartwuchs? Diese Fragen beantworten wir näher im folgendem Artikel.

Was sind eigentlich Haare genau

Zunächst einmal wollen wir erklären was eigentlich Haare sind und woraus diese bestehen. Jedes menschliche Haar ist grob in drei Schichten aufgebaut: Die äußere Schicht Cuticula, Cortex und aus der Medulla.

Die Cuticula, oder auch als Schuppenschicht bezeichnet, besteht aus abgestorbenen verhornten Zellen, die übereinander greifen und flach sind. Diese Schicht besteht aus ca. sechs bis etwa zehn solcher Zelllagen.

Etwa 80 Prozent des Haaranteils macht die Rinde (der Cortex) aus, der aus Faserbündeln von Fibrillen besteht. Wir gehen nicht zu sehr ins Detail, aber hier spielen sich alle relevanten chemischen Prozesse ab, die wichtig für das Wachstum der Haare sind.

Die Medulla ist ein Bereich des Haares der eine kanalförmig verlaufende und je nach Haardurchmesser unterschiedlich breit auftretende Masse bildet. Teilweise ist keine geordnete Struktur zu erkennen und es bilden sich oft auch Hohlräume. Dies ist jedoch nur in wenigen Fällen, und auch nur bei dicken Haaren zu beobachten.

Darum wächst bei Männer ein Bart

Die Wachstumszone eines Bartes verteilt sich normalerweise um den Mund, an den Wangen, am Kinn und am Halsbereich. Der eigentliche Auslöser und die Grundlage für den Bartwuchs sind endokrine Vorgänge, die am Ende der Pubertät auftreten. Darunter fällt auch das zunehmende Hormon Testosteron, welches direkt ins Blut gegeben wird. Da wundert es keinen, dass der Bart schon immer für Männlichkeit und Dominanz stand. Im früheren Jahrhundert galt der Bart zudem auch als Symbol für Weisheit, Reichtum und Macht.

Der eigentliche Bartwuchs fängt über der Oberlippe und an den Seiten bei den Ohren an. Zuerst erscheint ein zarter Flaum, der mit der Zeit zunehmend dichter und härter wird. Das Barthaar breitet sich nun weiter über das Kinn, die Wangen und dem Halsbereich aus. Erst jetzt kann man von einem Bart sprechen und es ist eine Rasur notwendig. Was viele fälschlicherweise annehmen ist, dass der Bartwuchs durch regelmäßiges Rasieren zunimmt - dem ist nicht so.

Deswegen wächst bei manchen Männern kein Bart

Eine durchaus schwierigere Frage ist, warum bei vielen Männern kein Bart wächst. So haben die Inuit Völker, viele Asiaten, amerikanische Ureinwohner und die sibirischen Völker einen eher spärlichen bis hin über keinen Bartwuchs. Diese Frage ist nicht ganz genau geklärt, aber eine wesentliche Rolle spielt hierbei die körpereigene Testosteronbildung und die klimatischen Bedingungen, da sich in kalten Klimazonen der Hormonhaushalt verändert.
Wenn der männliche Körper zu wenig DHT (Dihydrotestosteron) produziert, dann wachsen automatisch weniger Barthaare. Untersuchungen haben aber zudem ergeben, dass auch bei ausreichendem DHT eine Bartbildung ausbleiben kann.

Aufgaben und Funktionen der Barthaare

Interessant zu erfahren wäre sicherlich noch welche Funktionen die Barthaare erfüllen. Wir haben einige wesentliche Funktionen aufgelistet.

  • Ein ausgebildeter Lichtschutz: Die Barthaare absorbieren einen großen Teil der gefährlichen UV-Strahlen, die mitunter für den Alterungsprozess verantwortlich sind.
  • Schutz vor Pollen und Keimen: Die Barthaare fangen viele Pollen und Keime auf. So wird verhindert, dass diese eingeatmet werden und damit nicht zu körperlichen Benachteiligungen führen können. Dies ist aber auch der Grund, warum man seinen Bart regelmäßig waschen und pflegen sollte. Hier finden sich Infos zur Bartpflege.
  • Wärmedämmung: Die Barthaare regulieren die Körpertemperatur rund um das Gesicht. So wird im Winter z.B. ein zu schnelles Abkühlen verhindert.

 

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