Warum hat man Schluckauf und was kann man dagegen machen

Warum hat man SchluckaufWer kennt den Schluckauf nicht? Wird oft auch als „Gluckser, Häcker oder Hickser“ bezeichnet. Doch warum hat man Schluckauf überhaupt. Ist es gefährlich? Hier können wir in den meisten Fällen Entwarnung geben. Der Schluckauf ist meist nur lästig aber harmlos und geht nach relativ kurzer Zeit wieder weg. In wenigen Fällen kann es allerdings chronisch werden oder ernsthaftere Ursachen haben. In diesem Artikel auf dem Wissensblog wollen wir dem Schluckauf, Gluckser Häcker und Hickser nachgehen.

Woher kommt der Name Schluckauf



Bevor wir zu den Ursachen des Schluckaufs gehen, wollen wir klären wie es zu diesem Namen kommt. Schluckauf heißt auf Lateinisch „singultus“ und kommt von Schluchzen oder Röcheln. In der Medizin spricht man daher nicht von Schluckauf, Hickser oder Gluckser sondern von Singultus. Umgangssprachlich wird der Schluckauf oft auch als Hickser bezeichnet. Dies kommt davon, dass man bei Schluckauf meist das Geräusch „Hicks“ in unregelmäßigen Abständen von sich gibt.

Was ist überhaupt Schluckauf

Beim Schluckauf zieht sich das Zwerchfell durch einen Reiz schlagartig zusammen. Man atmet also schlagartig viel Luft ein. Durch den Reiz schließen sich aber auch zusätzlich die Stimmbänder, die Luft möchte aber weiter in die Lunge einströmen. Die Stimmbänder sind aber fast geschlossen und so entsteht ein Druck. Dieser Druck auf den Stimmbändern entlädt sich dann durch das bekannte Geräusch „Hicks“.

Zusammengefasst:

  • Zwerchfell zieht sich plötzlich zusammen
  • Viel Luft strömt in die Lunge
  • Zur gleichen Zeit schließen die Stimmbänder
  • Druck entsteht an der Stimmritze, welche durch einen „Hicks“ entladen wird

Warum hat man Schluckauf

Wie schon ganz am Anfang beschrieben, hat der Schluckauf meist harmlose Ursachen. Meist entsteht der Schluckauf durch eine Überdehnung des Magens. Dies kann zum Beispiel zum zu schnellen Essen entstehen. Die Dehnung kann aber auch durch zu viel kohlensäurehaltige Getränke ausgelöst werden. Teilweise kann man Schluckauf auch durch scharfes Essen, sehr kalte oder heiße Getränke bekommen. Auslöser können auch Stress und Aufregung sein.

Auch Alkohol oder Nikotin können Schluckauf auslösen. Vielleicht ist manchen schon aufgefallen, dass gerade betrunkene Menschen viel „hicksen“ müssen. Dies ist nicht nur ein Gefühl, sondern ist erwiesen.

In der Schwangerschaft tritt Schluckauf ebenfalls recht häufig auf. Das liegt daran, dass der Embryo gegen das Zwerchfell der Mutter drückt. Dadurch wird ein Reiz ausgelöst, damit sich das Zwerchfell schlagartig zusammenzieht.

Chronischer oder krankhafter Schluckauf tritt nicht oft auf kann es aber dennoch geben. Meist ist dann eine Krankheit der Auslöser. Dazu gehören unter anderem Entzündungen in der Nähe des Zwerchfells sowie auch Reizungen durch Operationen. Bei ständigem Schluckauf können auch Störungen im zentralen Nervensystem vorliegen.

Was löst Schluckauf aus

Mit chronischem Schluckauf sollte man nicht spaßen, denn ein ununterbrochener Schluckauf kann ernste Folgen haben. Hier sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Hat der Schluckauf einen medizinischen Nutzen

Einen wirklichen medizinischen Nutzen hat der Schluckauf nicht. Zumindest wurde bis jetzt kein eindeutiger Nutzen gefunden. Eines ist aber sicher, wir Menschen haben schon den ersten Schluckauf bevor wir geboren werden. Schon bereits viele Wochen vor der Geburt haben ungeborene im Bauch der Mutter Schluckauf.

Man sagt, dass der Schluckauf hier dazu da ist, dass die Kinder den Atemreflex trainieren. Außerdem wird auch bei Säuglingen so verhindert, dass Flüssigkeit in die Luftröhre kommen kann. Aber spätestens im Erwachsenenalter hat der Schluckauf keinen medizinischen Nutzen mehr.

Was hilft gegen Schluckauf

Für viele Menschen ist der Schluckauf einfach nur lästig und tritt manchmal in ungünstigen Situationen auf. Gerade wenn man bei einem wichtigen Termin etwas nervös ist kann Schluckauf auftreten. Hier wäre es gut einige Tipps gegen Schluckauf zu haben. Da der Schluckauf so weit verbreitet ist, gibt es unzählige Tipps die gegen Schluckauf helfen sollen. Ob hier alle funktionieren sei mal dahingestellt.

Wichtig ist, dass man das Zwerchfell beruhigen kann, denn das ist der Auslöser des Schluckaufs. Helfen kann hier zum Beispiel Luftanhalten. Andere Methoden zielen auf Ablenkung ab. Wenn man nicht mehr an den Schluckauf denkt geht er manchmal weg. Auch Erschreck Methoden gibt es. Auch dies zielt darauf ab, den Hickser schlagartig zu vergessen.

Manchmal hilft auch sehr langsam ein Glas Wasser zu trinken. So hält man automatisch den Atem immer wieder kurz an, was das Zwerchfell beruhigen kann.

Tipps gegen Schluckauf

Wann muss man zum Arzt

Die Entscheidung ab wann man mit einem Schluckauf zum Arzt geht ist nicht ganz einfach. Es gibt aber folgende Richtwerte an die man sich halten sollte. Tritt Schluckauf häufiger als normal auf, kann dies ein Anzeichen einer Erkrankung sein. Hier sollte ein Arzt aufgesucht werden.



Außerdem sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden, wenn der Schluckauf mehr als ein Tag anhält. Es sollte klar sein, dass wenn zum Schluckauf weitere Beschwerden auftreten ein Arztbesuch sinnvoll ist. Schnell sollte man handeln, wenn zum Schluckauf Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Sprach oder sonstige Lähmungserscheinungen auftreten. Dies kann ein Anzeichen für ein Schlaganfall sein, wo sehr schnell gehandelt werden muss.