Warum haben Asiaten mandelförmige Augen / Schlitzaugen?

Augenform AsiatenVermutlich ist es schon jedem mal aufgefallen, dass viele Chinesen oder allgemein Menschen aus dem asiatischen Raum etwas andere Augenform haben. Viele nennen dies Schlitzaugen, was für manche aber diskriminierend ist. Richtig nennt man die Augenform, Sichelform oder Mandelform. Wissenschaftler sprechen aber auch oft von Epikanthus medialis oder Mongolenfalte. In diesem Artikel wollen wir klären, warum viele Asiaten mandel- oder sichelförmige Augen haben.

Gerüchte und Vorurteile



Oft heißt es Chinesen sind klein, fleißig und haben eine gelbliche Haut und Schlitzaugen. Dies ist ein Bild was sich im Westen irgendwie festgesetzt hast. Dies stimmt so aber nicht. Chinesen sind nicht alle klein und haben auch nicht alle mandelförmige Augen. Nur mal so als Beispiel, der größte Mensch auf der Erde ist ein Chinese mit etwas über 2,40m Körpergröße. Nimmt man alle Europäer und Chinesen, so ist bei der Durchschnittsgröße kein großer Unterschied festzustellen.

Einzig was viele Europäer und Asiaten unterscheidet ist die Augenpartie. Die Europäer haben eine größere Abgrenzung zwischen Auge und Nase. Auch haben die Europäer fast immer eine doppelte Oberlidfalte.

Die Mongolenfalte oder auch Epikanthus medialis genannt

Warum haben Chinesen SchlitzaugenDie Mongolenfalte ist typisch für viele asiatische Menschen. Sie kommt aber auch bei einigen Bewohnern in Grönland oder in Südafrika vor. Die Mongolenfalte ist eine Hautfalte die schräg vom Augenoberlid verläuft. Dadurch sieht das Auge mandelförmig aus. Ihnen fehlt damit die doppelte Lidfalte, was die Europäer haben. Dadurch erscheint das Auge nicht so groß. Manche behaupten auch, dass ein kleines Auge nicht so freundlich oder wach wirkt.

Gibt auch Menschen, die behaupten, dass die schlitz- oder mandelförmige Form das Gesichtsfeld der Asiaten einschränken. Dies ist aber nicht so. Sie sehen genauso gut wie wir.

Epikanthus medialis kommt aus dem Griechischen und Lateinischen und heißt wörtlich übersetzt: „Darüber Augenwinkel zur Mitte hin“.

Doch warum haben das viele Asiaten und andere Völker nicht?

Hier kann man nur Vermutungen anstellen. Ähnlich wie bei unterschiedlichen Hautfarben gibt es einfach Menschen, die sich über Jahrtausende sich den äußeren Umwelteinflüssen angepasst haben. Es kann sein, dass sich die Menschen in Asien durch die häufigeren Sandstürme ihre Augenform angepasst haben. Eine kleinere Augenöffnung verhindert, dass weniger Sand in die Augen eintritt. Eine weitere Theorie besagt, dass Eis oder Schnee die Ursache sein könnte. Bei Eis und Schnee wird das Sonnenlicht viel mehr reflektiert. Damit nicht zu viel Licht ins Auge fällt muss man sie zusammenkneifen.

Zusammengefasst kann man als zwei mögliche Ursachen für die „Schlitzaugen“ oder mandelförmige Augen nennen:

  • Schutz vor Sandstürmen
  • Schutz vor zu viel Sonnenlicht bei Eis und Schnee