Passivhaus

Bild von Michael Schmid (Wikipedia Commons)

Ein Passivhaus ist ein Gebäude, welches mit einer sehr guten Wärmedämmung ausgestattet ist und aus diesem Grund keine normale Gebäudeheizung benötigt. Ein maximaler Heizwärmebedarf von 15 Kilowattstunden darf nicht überschritten werden, um als Passivhaus zu gelten. Die Definition eines derartigen Hauses ist durch Grenzwerte festgelegt, die sich auf den Primärenergiebedarf einstellen. Dieser beträgt 120 kWh, die Luftdichte und ebenso die Wirkungsgrade sind zusätzlich einer entsprechenden Definition ausgesetzt. Die passiven Quellen des Hauses sparen nicht nur Energie, sondern zusätzlich werden natürliche Energien genutzt, die sinnvoll eingesetzt werden. Wie ein Passivhaus funktioniert und inwiefern sich dieses lohnt, wird nun erklärt.

Funktionsweise Passivhaus

Ein Passivhaus weist bereits beim Untergrund eine unterstützende Wärmetauschanrichtung an. Der Erdwärmetauscher ist unterhalb des Kellers verlaufend und bietet von der hinterlüfteten Fassade Frischluft an. Diese wird durch die unterirdische Leitung in das Haus geleitet. Hier findet ein harmonisches Zusammenspiel der Zuluft an, die in das Haus geführt wird. Zur gleichen Zeit wird Luft abtransportiert, die jedoch auch wieder über den Wärmetauscher fließen muss. Der erschaffene Kreislauf in einem Passivhaus ist auf diese Weise energiesparend, jedoch zu Beginn kostspieliger, als andere normale Häuser. Neben der unterirdischen Leitung ist auch die Hauswand wichtig. Wie funktioniert ein PassivhausHier besteht eine Wärmedämmung unter 0,15 W pro m². Die Wände werden zusätzlich durch die dicke Dreischeibenwärmeschutzverglasung unterstützt. Somit kann die gewonnene Wärme nicht über die Scheiben verloren gehen und außerdem ist für einen immer intakten Zufluss von warmer Frischluft gesorgt. Die Wärmerückgewinnung ist ein sehr wichtiger Faktor, auf den das Passivhaus setzt. Die Lüftungsanlage ist durch erstklassige Architekten geplant, sodass eine Erwärmung der Frischluft durchgehend erreicht werden kann. Allerdings muss ein Passivhaus nur bei extrem niedrigen Temperaturen durch ein erweitertes Heizungssystem erwärmt werden. Hierfür bieten sich Gasheizungen, Ölheizungen oder gar Holzöfen.

Lohnt sich ein Umzug in ein Passivhaus

Kannst Du Dir auch schon Dein Umzug in ein Passivhaus vorstellen? Grundsätzlich reduzieren sich die Kosten der monatlichen Belastungen, wenn in einem Passivhaus gewohnt wird. Auch wenn sich zukünftig die Energiekosten weiter erhöhen würden, könnte weiter in dem Sparhaus gespart werden. Aus diesem Grund ist ein Passivhaus wirtschaftlich attraktiv und außerdem sind die Inhaber eines derartigen Hauses relativ unabhängig. Sie müssen mit erneuerbaren Energien versorgt werden, wenn sie mit einem Wärmepumpenkompaktgerät ausgestattet werden sowie mit einem Öko-Strom-Anbieter. Sogar ein Teil der Windkraftenergie können die Inhaber für sich in Anspruch nehmen. Weitere Vorteile beim Einzug ins Passivhaus sind keine verschimmelten Wände, keine Zugluft und die kalten Füße fallen ebenfalls weg. Dafür ist dauerhaft frische Luft vorhanden und eine geringere Belastung der Innenraumluft.

Staatliche Förderungen

Aktuell sind noch in der Tat Staatliche Förderungen vorhanden, die für Passivhäuser, Solaranlagen, Windkraft und andere Energiesparmaßnahmen in Anspruch genommen werden können. Allerdings gibt es unterschiedliche Fördermaßnahmen vom Staat und auch von den Kommunen. Die Konditionen und die Voraussetzungen sind dauerhaft wechselnd und auch häufig kompliziert. Bevor sich mit dem Bau eines Passivhauses beschäftigt wird, sollte zuerst eine Beratung wahrgenommen werden, die ein konkretes Projekt einschätzen und unterstützen kann. Unter anderem bietet sich die Kreditanstalt für Wiederaufbau an, die den Hausbau von Passivhäusern mit einer Fördersumme von 50.000 Euro unterstützt. Zusätzlich sind günstige Kredite vorhanden, die das ökologische Bauen ebenfalls befürworten. Interessante Zinssätze liegen oft unter einem Prozent als andere Banken. Je nach Kosten des Hauses unterstützen die Bundesländer Deutschlands unterschiedliche die anfallenden Projekte, dessen Beteiligungen erfragt werden müssen.

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only 1 comment untill now

  1. Manuel Krüger @ 2012-11-12 13:29

    Vielen Dank für den interessanten Artikel, das ist genau das, was ich gesucht habe. Meine Frau und ich wollen nämlich im Frühjahr unser Haus bauen und jetzt überlegen wir schon seit längerer Zeit krampfhaft, welches Haus wir bauen sollen. Ein Passivhaus schwebt mir schon lange vor, denn ich glöaube, dass sich die Kosten doch sehr bald armotisieren.

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