Was ist eine PrivatinsolvenzIn Deutschland ist es immer häufiger der Fall, dass Privatpersonen eine Insolvenz anmelden. Spätestens seit der Schuldenserie im Fernsehen werden die Bürger mit der Thematik einer Privatinsolvenz intensiver konfrontiert. Daher wollen wir neben unseren vielen naturwissenschaftlichen Themen heute mal auf die Privatinsolvenz eingehen, denn viele wissen nicht genau worum es sich hierbei handelt. Eine Privatinsolvenz kann in der Regel jede Person anmelden, wenn übermäßige Schulden vorhanden sind, die nicht mehr aus eigener Kraft beglichen werden können. Im weiteren Abschnitt wird erklärt, wie eine derartige Insolvenz abläuft und welche Folgen sie für die betroffenen Personen hat.

Privatinsolvenz in der Übersicht

Unter einer Insolvenz wird eine Zahlungsunfähigkeit einer Person oder eines gesamten Unternehmens verstanden. Bei einer Privatinsolvenz bezieht sich das unfähige Zahlungsverhalten auf eine Person, wodurch diese als Privatinsolvenz bezeichnet wird. Mit dem Prozess der Insolvenz sollen die Betroffenen die Möglichkeit erhalten, die nicht befriedigten Gläubiger bezüglich der Schulden anteilig zufriedenzustellen. Die Gläubiger, das bedeutet die Firmen und Banken, die vor einer gewissen Zeit Geld an die verschuldete Person gezahlt haben, werden in einem bestimmten Zeitraum durch den Schuldner mit gleichmäßigen Summen bedient, um somit eine Teilschuld zu tilgen. Seit dem Jahr 1999 wird in Deutschland jede Insolvenz durch das Insolvenzrecht abgelöst. In den letzten 12 Jahren hat sich die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland um mehr als 300 Prozent gesteigert. Die Zahlen sind enorm gestiegen und werden aufgrund der umfangreichen Produktaufführung in den nächsten Jahren noch weiter in die Höhe reichen. Die Privatinsolvenz entsteht oftmals, wenn mehr Geld ausgegeben wird als in die Haushaltskasse einkommt. Hohe Raten sowie auch die plötzliche Arbeitslosigkeit können dazu führen, dass es zu einer schneller Verschuldung kommt. Werden nur noch kleine Teile der Schulden beglichen und ist kein anderer Ausweg in Sicht, kommt es häufig zu einer Privatinsolvenz.

Schritte einer Privatinsolvenz

Das Verfahren der Privatinsolvenz kann sich in unterschiedliche Schritte einteilen lassen. Zuerst wird grundsätzlich versucht, einen außergerichtlichen Einigungsversuch durchzuführen. Die Gläubiger müssen vorerst um eine Forderungsaufstellung gebeten werden, die anschließend zu einem Schuldenbereinigungsplan führen. Immerhin müssen alle Gläubiger die aufgeführten Schulden bekannt geben, sodass eine gute Übersicht entsteht. Anschließend sollte versucht werden, eine außergerichtliche Einigung mit den Gläubigern anzustreben, um Teilschulden bezahlen zu können. Mit Hilfe eines Schuldnerberaters kann dieses Vorhaben am besten durchgeführt werden. Ist der Einigungsversuch gescheitert, muss das Verbraucherinsolvenzverfahren beim Insolvenzgericht beantragt werden. Hierbei würde die außergerichtliche Einigung unter anderem Vorteile mit sich bringen. Kann das Insolvenzverfahren auf diesem Weg nicht eröffnet werden, bleibt das vereinfachte Insolvenzverfahren. Die Schuldner müssen ihr Vermögen verpfänden, um mögliches Geld an die Gläubiger übergeben zu können. Durch einen Treuhänder wird dauerhaft das erhaltene Gehalt der betroffenen Person verpfändet. Normalerweise dauert die Phase der Insolvenz sechs Jahre. Werden alle Regeln und Vorgaben in dieser Zeit durch den Schuldner eingehalten, kann dieser nach dieser Zeit schuldenfrei ein neues Leben beginnen. Die Kosten für die Gerichtskosten sowie für die Beantragung des Verfahrens werden zwischen 300 und 600 Euro eingestuft. Hinzu kommen die Kosten, die für den Treuhänder jährlich aufgebracht werden müssen.

England Insolvenz

Bei der England Insolvenz bestehen deutliche Vorteile. Im Gegensatz zu der Privatinsolvenz, bei der die Restschuldbefreiung innerhalb von sechs Jahren durchgeführt wird, kann bei der englischen Insolvenz bereits innerhalb von 12 Monaten eine Befreiung erhalten werden. Zusätzlich erhalten die Betroffenen bessere Rahmenbedingungen als nach dem deutschen oder europäischen Recht. Das englische Recht verfolgt eine doppelte Zielsetzung. Natürlich möchte eine Gesamtvollstreckung durchgeführt werden, bei der eine regelmäßige Gläubigerbefriedigung erreicht wird. Zur gleichen Zeit möchte das Königreich einen ehrlichen Schuldner unterstützen und ihm einen neuen Start ermöglichen. Dieses Ziel wird mit der Aufteilung zweier Verfahren erreicht. Nämlich mit einem gerichtlichen Schuldbefreiungsverfahren und mit einem außergerichtlichen Masseverwertungsverfahren. Die beiden Verfahren sind voneinander unabhängig und können auch in einem ungleichmäßigen Abstand voneinander abgeschlossen werden. Außerdem besteht der Vorteil deutlich in der Nichteinbeziehung eines Mitschuldners, Bürgen oder weiterer Sicherungsgeber des Schuldners.

 

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