Was ist ein Tagesgeldkonto

Bild: Uta Herbert / pixelio.de

Tagesgeldkonten sind seit einigen Jahren in aller Munde. War bis dahin das Sparbuch des Deutschen liebstes Kind beim Vermögensaufbau und –ausbau für das spätere Eigenheim, so hat ihm das Tagesgeld den Rang abgelaufen. Während das Einlagevolumen auf deutschen Sparbüchern seit einigen Jahren nahezu unverändert ist, hat sich das Einlagevolumen auf Tagesgeldkonten vervielfacht. Bevor Tagesgelder über den Vertriebskanal Internet ihren Siegeszug in die Privathaushalte antraten, waren sie Unternehmen zur verzinsten Kassenhaltung vorbehalten. Direktbanken haben Tagesgelder jedoch als hervorragendes Mittel zur Neukundengewinnung entdeckt, kaum eine Internetseite, die nicht ein Banner für Tagesgelder enthält.

Tagesgeldkonten sind gebührenfrei

Tagesgelder zählen, neben Sparbüchern, Guthaben auf Girokonten und Termingeldern zur Gruppe der Einlagen. Zusammen mit Sparbüchern (eingeschränkt) und Girokonten bilden sie die Sichteinlagen. Das heißt, sie sind „bei Sicht“, also jederzeit fällig. Mit Sparbüchern und Termingeldern haben sie gemeinsam, dass sie völlig gebührenfrei sind. Weder die Eröffnung eines Tagesgeldkontos, noch Einzahlung, Verfügungen oder die Schließung ist gebührenpflichtig. Auf ein Tagesgeldkonto können Einzahlungen sowohl in Form eines Sparplans als auch völlig willkürlich erfolgen. Auszahlungen bis zur gesamten Höhe des Guthabens sind von einem auf den anderen Tag möglich, dies allerdings nur auf ein Referenzkonto. Für den Zahlungsverkehr sind diese Konten nicht zugelassen.

Direktbanken dominieren das Angebot

Wer sich als Anleger auf die Suche nach einem geeigneten Tagesgeldkonto macht, kommt an einem Vergleich im Internet nicht vorbei.

  • Für den Vergleich ist lediglich die Eingabe der gewünschten Anlagesumme notwendig. Der Vergleich ermittelt die Angebote auf der Basis eines Jahres.
  • Die Rendite entspricht auf dieser Grundlage nicht immer dem Nominalzins. Einige Anbieter zahlen im Fall einer Neukunden-Verbindung eine Startprämie. Diese wird auf den Zinssatz umgerechnet und erhöht damit den Gesamtertrag.
  • Andere Banken zahlen Neukunden für einen bestimmten Zeitraum auf eine maximierte Summe einen Sonderzins. Dies rentiert sich besonders bei größeren Einzahlungen, während das Startguthaben bei kleineren Beträgen den größeren Effekt erzielt.
  • Tagesgelder unterliegen der Einlagensicherung. Diese ist in der EU auf mindestens 100.000 Euro pro Anleger festgesetzt. Deutsche Kreditinstitute haften in der Regel mit einem größeren Volumen, finden sich jedoch nicht in der Spitzengruppe der Anbieter.
  • Diese wird von Banken aus England und den Niederlanden dominiert. Die deutschen Kreditinstitute sind nur durch Direktbanken in der Liste der besten Anbieter vertreten. Filialbanken und Sparkassen spielen in diesem Marktsegment keine Rolle.

 

Gegenüberstellung zeigt gravierende Unterschiede

Wenn man als Anleger nun die Ergebnisse des Tagesgeldvergleiches auf tagesgeldkonto.com mit den Konditionen der Banken und Sparkassen vor Ort vergleicht, wird deutlich, dass eine Kontoeröffnung dort verschenktes Geld wäre. Gerade zu Zeiten niedriger Zinsen sind die Differenzen besonders groß. So zahlen die interessantesten Banken Konditionen, die das Vierfache dessen betragen, die in der Breite an die Kunden weitergegeben werden. Damit der Effekt des Startguthabens oder des Sonderzinses bei Neueröffnung eines Kontos nicht verpuffen, empfiehlt es sich, diesen Vorteil nach Ablauf der Sperrfristen auch bei anderen Banken zu nutzen.

Tagesgeldkonten sind ebenso schnell geschlossen, wie sie eröffnet wurden, und das nächste Institut stellt bereits wieder einen Bonus zur Verfügung. Da als Neukunde gilt, wer die letzten sechs oder zwölf Monate keine Bankverbindung unterhielt, kann man so das Zinskarussell drehen. Die Kontoauflösung ist Voraussetzung. Weitere Informationen zum Thema findet man auf Tagesgeldzinsenvergleich.com.

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