Warum schnurren Katzen

Bild von Tennen-Gas (Wikipedia Commons)

Die Sprache der Katzen kennt viele Laute. Katzen maunzen und miauen. Außerdem können Katzen schnattern, gurren und schnurren. Wildkatzen miauen selten, um ihre Feinde nicht auf sich aufmerksam zu machen. Domestizierte Hauskatzen nutzen das Miauen auch zur Kommunikation mit dem Menschen. Ein Geräusch, das allen Katzen, bis auf wenigen Großkatzen zu eigen ist, ist das Schnurren. Im Gegensatz zu den Großkatzen, die nur beim Ausatmen schnurren können, gibt die Hauskatze das Geräusch sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen von sich. Übrigens kann der Mensch auch nur beim Ausatmen Worte von sich geben. Doch nun zum Thema warum Katzen schnurren.

Das neugeborene Kätzchen schnurrt

Auch wenn das Schnurren eine Kommunikationsform der Katze ist, muss sie diese Sprache nicht erst erlernen. Anders als der Mensch kann das neugeborene Kätzchen bereits zwei Tage nach der Geburt schnurren und tut es auch. Die junge Katze schnurrt, wenn sie an die Mama gekuschelt ist und trinkt. Das Schnurren der trinkenden jungen Katze signalisiert dem Muttertier, dass alles in Ordnung ist. Es kommt genug Milch geflossen. Das Kitten drückt sein Wohlbefinden aus. Die Mutter wird das Schnurren des jungen Kätzchens ebenfalls mit Schnurren beantworten, um ihrem Nachwuchs zu zeigen, dass auch von ihrer Seite alles in Ordnung ist.

Wenn die Katze zufrieden ist

Auch ältere Katzen schnurren, obwohl sie natürlich nicht mehr gesäugt werden. Viele Hauskatzen haben es aber beibehalten, beim Essen dieses Geräusch des Wohlbefindens von sich zu geben. So bedeutet das Schnurren der Katze, während sie frisst, nichts anderes, als dass sie sich wohlfühlt. Wird die schmusende Katze gestreichelt oder darf sie auf dem Schoß des Menschen Platz nehmen, fängt sie auch häufig an zu schnurren. Auch in diesen Fällen drückt die Katze ihr Wohlbehagen aus. Bei manchen Tieren lässt sich der Schnurr-Laut nicht so gut hören, dafür ist aber eine deutliche Vibration des ganzen Katzenkörpers spürbar. Andere Katzen schnurren so laut, dass ihr Wohlfühl-Laut  dem Geräusch eines Motors gleichkommt.

Wenn die Katze Stress hat

Viele Katzenhalter haben beobachtet, dass ihr Stubentiger nicht nur dann schnurrt, wenn er zufrieden ist und Wohlbehagen ausdrücken möchte. Auch beim Tierarzt oder in anderen Situationen, in denen die Katze Angst hat, beginnt sie den Vibrationslaut auszustoßen. Sogar bei sterbenden Katzen wurde ein lautes Schnurren wahrgenommen. In derartigen Fällen deutet das Schnurren nicht darauf hin, dass sich das Tier wohlfühlt, sondern dass es sich wohlfühlen möchte. Durch den bekannten Laut versucht die Katze, Stress abzubauen und sich selber zu beruhigen. Das Schnurren, das mit einer Vibration der Muskeln einhergeht, wirkt übrigens nicht nur auf die Katze beruhigend, sondern auch auf ihr Herrchen oder Frauchen. Es kann den Blutdruck senken und Schlafstörungen beheben. Die Katze schnurrt in Stresssituationen, um sich und ihre Artgenossen zu beruhigen. Sie will zeigen, dass sie friedfertig ist und sie versucht eigene Schmerzen, zum Beispiel die Wehen bei der Geburt, durch den Vibrationslaut zu lindern. Das Schnurren ist ansteckend und überträgt sich von einem Tier auf die ganze Gruppe.

Schnurren heilt Knochenbrüche

Wie bereits festgestellt wurde, hilft die Vibration des Katzenkörpers Stress abzubauen. Dies geschieht auch bei der Katze, indem der Blutdruck gesenkt wird. Außerdem kann die Katze durch die Vibration der Muskeln nicht nur hervorragend entspannen, sondern es ist erwiesen, dass auch Knochenbrüche beim Stubentiger wesentlich schneller heilen, als bei anderen Haustieren. Dies wird ebenfalls auf die feinen Schwingungen zurückgeführt, die sich von den Muskeln auf die Knochen übertragen. Die Schnurrtöne, die Muskelverspannungen lösen können und sich heilsam auf Knochenbrüche auswirken, liegen übrigens zwischen 27 und 40 Hertz.

Zufriedene Katzen schnurren

Bild von Gattou/Lucie (Wikipedia Commons)

Schnurren für Körper und Seele

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Katzen auf jeden Fall in friedfertiger Stimmung schnurren. Mit dem so typischen Geräusch möchten sie entweder ihr Wohlbehagen ausdrücken, oder Wohlbefinden erreichen. Sie versuchen Stress zu kompensieren und sich oder den vermeintlichen Feind zu beruhigen. Der rhythmische Laut schafft Wohlergehen für Körper und Seele. Obwohl Menschen dieses Geräusch auch nicht im Ansatz nachahmen können, dürfen Katzenhalter von den Vibrationen ihrer Lieblinge profitieren. Wissenschaftlich wird das Vibrationsgeräusch zwischen 27 und 40 Hertz dahin gehend untersucht, ob es in der Lage ist sich auch positiv auf das menschliche Skelett auszuwirken und zum Beispiel Menschen mit Osteoporose zu helfen.

 

 

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